Mein Weg zum Heilpraktiker

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Nix gesagt ist Lob genug!

By admin | Mai 24, 2009

Der letzte Tag der Akupunktur-Ausbildung steht bevor! Traditionsgemäß kaufe ich mir einen großen Kaffee und trage diesen zur Schule. Dort parke ich ihn vor mir auf dem Tisch, während ich alle meine Unterlagen aus meinem Rucksack auf selbigem verteile. Meist, so wie auch heute, geht direkt der Unterricht los und aus meinen ca. 7 Kugelschreibern muss ich erstmal den einen finden, der tatsächlich schreibt. Ich sollte die anderen endlich einmal entsorgen… verflixt… Aha! Hier ist er ja!

Bevor wir das Übrige zum Thema Psyche abhandeln macht Herr Thews mit uns einen Ausflug zum Thema Akupunktur und Kosmetik. Ich schlürfe an meinem Kaffee und bekleckere meinen Block dabei – wie immer! Währenddessen sprechen wir auch schon über Falten, Cellulite und Co. und zusätzlich lerne ich auch, dass neben meinem Freund mein Apotheker der wichtigste Mensch in meinem Leben sein sollte. Herr Thews verrät uns in dem Zuge auch, wie wir Bierbäuche am besten wegbekommen und jemand fragt: „Gilt das auch für Schwangerschaftsbäuche?“. Um keine Missverständnisse entstehen zu lassen entgegnet Herr Thews hierauf : „Aber erst, wenn die Schwangerschaft vorbei ist!“.

Zwischendurch fällt der Satz: „Nix gesagt ist Lob genug!“ und wir lernen noch einige interessante Piezo-Techniken kennen, wonach wir uns wieder der Psyche zuwenden. Alles scheint logisch zu sein. Doch stoßen wir plötzlich auf das Thema Leere-Hitze, welches zu unserer letzten großen Denksportaufgabe dieses Kurses werden soll. Herr Thews bringt einige Beispiel von überdrehten Cola-Kindern über Schichtarbeiter, bis zu einem schwerkranken Menschen im präfinalen Stadium. Doch der Unterschied zum Yin-mangel will uns einfach nicht begreiflich werden. „Ich habe doch nur meinen Standpunkt geändert!“ sagt der Dozent und fährt fort „Ein Elefant hat von vorne einen langen Rüssel und von hinten gesehen einen kurzen Rüssel!“. Hä? Eine Elefanten-Rüssel-Yin-Mangel-Leere-Hitze-Verwirrungs-Diskussion entwickelt sich in Folge. Ich weiß nicht, ob die anderen am Ende tatsächlich verstanden haben was Herr Thews uns da noch mit auf den Weg geben wollte. Ich für meinen teil habe die Rüssel-Sache einfach mal so hingenommen und werde mich bei Gelegenheit im Geiste noch einmal damit auseinander setzen. Jetzt aber habe ich erst einmal Hunger!

Zur Feier des Tages beenden wir den Unterricht bereits um 14:00 Uhr und gehen gemeinsam chinesisch Essen. Dabei lassen wir den Kurs noch einmal Revue passieren und müssen an der einen oder anderen Stelle noch einmal herzlich lachen. Bei frittierten Bananen mit Honig angekommen stellt sich heraus, dass sich eine Mitschülerin immer besonders angesprochen fühlte, wenn Herr Thews während des Unterrichts vom Lenkergefäß sprach. Das Lenkergefäß wird mit „LG“ abgekürzt, was sich von unserem Dozenten fränkisch ausgesprochen anscheinende so anhörte, wie „El – Ge“ (Elke). Nach einem weiteren ausgedehnten Lachanfall (ich hoffe das war jetzt keine pathologische Freude) und einigen frittierten Bananen gehen wir noch einmal gemeinsam zur Schule zurück und erhalten unsere Zertifikate.

Mit gemischten Gefühlen, einerseits froh, andererseits irgendwie traurig, dass der Kurs nun vorbei ist, verabschieden wir uns alle voneinander. Viele von uns haben vor Ende des Jahres den Ohrakupunktur-Kurs bei Herrn Thews zu besuchen, inklusive meiner Person. Vielleicht sehen wir uns also wieder!

Es war eine schöne Zeit und hat viel Spaß gemacht!

Topics: Mein Tagebuch |

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